1 Kippe – 40 Liter verseucht? Zigarettenstummel vergiften Wasser, doch wie viel – und wie anders?

Gerade beschäftige ich mich mit den Folgen von und Lösungen für Zigarettenkippen in der Umwelt. Nein, die Filter aus Plastik sind nicht das Schlimmste. Bei der Verbrennung des Tabaks entstehen jede Menge GIFTE: eine Anreicherung von 100 krebserregenden Stoffen und 150 weiteren giftigen Verbindungen!

Lösungen gab es bisher keine, denn „Täter“ müssen erst einmal ertappt werden, wozu das Ordnungsamt kein Personal hat. Berlin hat auch bereits 24.000 Mülleimer und dennoch schnippen Menschen ihre Kippe meist direkt auf den Boden. Angeblich stört der Kippenmüll ja 80 % der Bürger…

Eine Lösung kann ein Pfand auf Stummel sein! Nicht gleich lachen – mit dem durchdachten System von dieaufheber.org würde das funktionieren! Hier findet ihr deren Petition, damit ein Zigarettenpfand zur Diskussion in den Bundestag kommt.

Was also bedeuten die Gifte für Lebewesen? Für KLEINKINDER, die Rauchen spielen, kann eine Kippe Vergiftung und sogar Tod zur Folge haben (kommt auf Marke und Dauer des Kontakts an)! Haustiere vergiften sich auch beim Trinken (oder Essen) der Stummel. Mit einem Filter aus Papier wäre also das Problem nicht gelöst.

Doch meist trifft es Bodenlebewesen, die unsere Erde ja erst belebt machen, Wasserbewohner, wie Amphibien und Fische, die sowieso stark bedroht sind. Welche Konzentration an welchen Giften findet man denn in Berliner Gewässern? Von Wannsee bis zum Teich im Südpark? Unbekannt! Man sollte es nicht glauben, aber man findet keine Freilandstudien zu den Folgen der Kippen. Bitte sagt mir Bescheid, falls ihr eine kennt!!

Großstadtputz statt Großstadtschmutz! Weniger Müll für Berlin

Kein Park ohne Verpackungsmüll und Dosen, kaum ein Spielplatz ohne Scherben. Mit 2,7 Zigarettenkippen pro Quadratmeter ist Berlin auch hier trauriger Spitzenreiter. Die Folgen des Mülls sind größtenteils gar nicht bekannt.

Gegen-Initiativen gewinnen an Kraft. Weiterlesen

World Cleanup Day – Weg mit Berlins Dreck!

Wie Umweltfreunde sehr wohl wissen, geht es übermorgen auf die Straße statt an den Arbeitsplatz: Weltweite Klimademo zusammen mit FridaysForFuture! Am Samstag gibt es aber noch einen Massenaufstand, den World Cleanup Day, an dem an über 300 Orten in Berlin Müll entfernt wird, von allen, für alle, mit dir?

Beim NABU Berlin haben wir eine Pressemitteilung zum Müll in Berlin verfasst, recherchiert habe ich, bittesehr:

Weiterlesen „World Cleanup Day – Weg mit Berlins Dreck!“

Was macht die NABU Wildvogelstation mit hilfsbedürftigen Vögeln? Ein Tag praktischer Artenschutz

Ich war einen Tag in der Station, die dem Vogelschutz gewidmet ist. Warum nur Vögel? Das ist eine Kapazitätenfrage; zudem sind Vögel die traditionelle Tierklasse, für die sich der ehemals „Bund für Vogelschutz“ genannte Verein seit seiner Gründung 1899 einsetzt. Ich habe einen Bericht über meinen Einblick in die Tätigkeiten geschrieben. Hier sind ein paar Videosequenzen zur Einstimmung: Krähe im Kescher…

und Krähe im Sack!

und hier findet ihr den Artikel!

https://berlin.nabu.de/stadt-und-natur/projekte-nabu-berlin/wildvogelstation/tagesablauf/26906.html

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Der Wert der kleinen Dinge

Es ist INSEKTENSOMMER vom Nabu! Und das liegt nicht daran, dass es plötzlich wieder normal viele Insekten gäbe. Leider, leider gibt es heute etwa 75 % weniger „Biomasse“ an Insekten als vor 30, 40 Jahren. 😦 Wie können wir das ändern?

Eine Antwort lautet „Citizen Science“!

Die Beteiligung der Bevölkerung, also von ->> dir, an der Wissenschaft und damit die Grundlage für sinnvolle Hilfsmaßnahmen für Insekten. Wissenschaft schafft ja bekanntlich Wissen, unter anderem wissen wir nämlich nicht, wie viele Insekten von welcher Art es wo noch gibt. Der NABU ruft dazu auf, alle Menschen mögen 1 Stunde draußen Insekten zählen und zwar zwischen 29. Mai und 9. Juni und zwischen 2. und 11. August, diese Zeiträume werden erfasst und ausgewertet. Die Daten gibt man hier ein. Man erhält eine Kartierung der Populationen in Deutschland, die so aussieht: Ergebnistabelle.html

Ich war gestern bei schönstem Frühsommer spazieren und habe meinen eigenen Insekten-Sommeranfang erlebt! An der Havel Richtung Altstadt Spandau wachsen glücklicherweise noch viele verschiedene Blumen, die gerade in allen Farben leuchten. Und sie brummen! Darin fliegt und krabbelt einiges herum, hier seht ihr die schönsten Aufnahmen, die ich vom großen Summen machen konnte!

Und als Krönung des Tags gab es Pizza (natürlich vegan, wobei ich da zugegebenermaßen noch hinzulernen muss ^^).

Warum die Population an Krabbelviechern und möglicherweise noch stechenden oder blutsaugenden Tierchen überhaupt schützen? –>

Die Menschheit lebt nur aufgrund von Pflanzen. Auch „wenn Fleisch dein Gemüse ist“, hat sich das Tier, was du verspeist, nicht durch Photosynthese ernährt. Deshalb ist letztendlich die Energie-QUELLE immer pflanzlich. An dieser Stelle gebührt der Dank der Sonne, die aber nicht lebt, und deshalb auch keinen Dank mitbekommt.

Doch wie entstehen denn neue Pflanzen?

Klar, die wachsen und machen Samen, aber sie müssen sich genetisch vielfältig vermehren, um sich langfristig an die Umwelt anpassen zu können (da es Widrigkeiten im Leben einer Pflanze gibt, die sonst das Ende der Art bedeuten würden). Diese genetische Vielfalt geschieht durch Befruchtung zwischen genetisch verschiedenen Pflanzen. Nur dann entstehen Früchte und Samen in den nötigen Varianten! Damit Pollen und Eizelle von (feststehenden, nunmal nicht beweglichen) Pflanzen zueinander finden, braucht es? Richtig, es braucht dazu zu etwa 90 % INSEKTEN. Rest machen Wind und Wasser (und in China sogar Menschen, hab ich gehört…).

Ach ja – und weil ich so viele Brummerchen fotografiert habe, bin ich selbst noch nicht zum Stillsitzen und Zählen gekommen, hahahaha! Morgen dann!

Gute Nachrichten

Die Elektrobrummis kommen! – schrieb die Wirtschaftswoche Anfang Januar und heute lesen wir, dass bei Darmstadtauf der A5 ein Pilotprojekt gestartet hat, bei dem LKWs im Fahren ihre Elektrobatterie aufladen können. Wie Züge mit Oberleitung. Die E-Brummis sehen fast genauso aus, wie die alten LKWs, die Autobahn wirkt seltsam wie eine Mélange aus Schiene und Straße.

Hessen testet, wie viel Energie sich so aufladen lässt, wie weit die Lieferfahrzeuge damit kommen, bei welcher Last und so weiter. Das ist nämlich vorher gar nicht genau einschätzbar. Find ich super, das auszuprobieren, statt es nur rechnerisch zu ermitteln zu suchen. Sonst würde es möglicherweise vorher schon abgebrochen aus irgendwelchen Befürchtungen heraus. Hier wird das Projekt vorgestellt:
https://mobil.hessen.de/ELISA