Kann man die „Müllrichtlinie“ der EU verbessern? Der Versuch eines direkten Dialogs.

Die EU hat geantwortet! Nach 9 einhalb Wochen habe ich mich gefreut, noch etwas von der Generaldirektion für Umwelt zu hören. Und zudem sind 9 einhalb Wochen eine schöne, cinematografisch interessante Zeitspanne 🙂 Zur Erinnerung, ich hatte Folgendes wissen wollen:

  1. Die vorbildliche Auszeichnung von Inhaltsstoffen, Entsorgungsmöglichkeit und -problematik betrifft bisher nur Hygieneeinlagen, Feuchttücher und Luftballons. Warum werden nicht alle Verbundmaterialien und solche mit einer Plastikschicht überzogenen Papierverpackungen auf diese Weise ausgezeichnet?
  2. Zudem herrscht große Unsicherheit beim Verbraucher, wie Verbrauchsgegenstände wie Küchen- oder Schreibutensilien korrekt entsorgt werden, kann hier nicht auch eine deutliche Auszeichnung von recycelbaren und vorerst nicht recycelbaren Artikeln schon beim Kauf viel Müll vermeiden helfen?
  3. Mein Vorschlag ist zudem, den Anteil, den Herstellung und Entsorgung am Preis eines Produktes ausmachen, nicht nur an Hersteller und Verbraucher weiterzugeben, sondern auf den Preisschildern der Produkte jeweils auszuweisen. Weniger bzw. unverpackte Produkte sowie umweltneutral verpackte böten somit einen deutlich größeren Anreiz als derzeit, wo sie einfach nur teurer erscheinen.

Hier die Antwort, erst Englisch, dann übersetzt:
„Thank you for your suggestions. Lined and composite beverage containers are included in the scope of this proposal. The proposal also intends that people stop using single use products and reuse the products taking into account the appropriate waste management proposal indicated on the labeling, negative impact on the environment and the presence of plastics on products so that consumers can change their littering behaviour. Member States and the producers are also responsible for awareness-raising campaigns“.

„Danke für Ihre Vorschläge. Bei der Richtlinie sind ausgekleidete (Anm.: Soll wohl wiederverwendbare (Thermos-)Flaschen u.ä. bedeuten) und kompostierbare Trinkgefäße eingeschlossen. Der Vorschlag zielt auch darauf ab, dass die Menschen aufhören, Einmalplastikprodukte zu benutzen und Produkte wiederverwenden, die Entsorgungshinweise auf den Etiketten beachten sowie die negativen Auswirkungen auf die Umwelt und die Präsenz von Plastik in Produkten, sodass Konsumenten ihr Verhalten im Umgang mit Müll verändern können. Mitgliedsstaaten und Hersteller sind gleichsam verantwortlich für öffentlichkeitswirksame Aufklärung.“

Was für ein Bandwurmsatz!! Dann kam noch eine in deutsch gefasste Höflichkeitsfloskel und Schluss.

„Wir hoffen, dass Ihnen diese Informationen weiterhelfen. Bitte kontaktieren Sie uns erneut, wenn Sie weitere Fragen zur Europäischen Union, ihren Aktivitäten oder Institutionen haben.“

 

Nun, das werde ich nur bei sehr speziellen Fragen erneut tun, denn diese Antwort hätte ich mir sehr wohl selbst geben können.

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